Fortbildung für Sprachmittelnde: Diskriminierungssensibel Sprachmitteln (Zweitägige Fortbildung)

 
Sprachmittlungseinsätze bringen uns mitten in den Alltag von lauter verschiedenen Menschen. In solchen sozialen Situationen können auch immer Vorurteile und Diskriminierung eine Rolle spielen und unsere Arbeit beeinflussen bzw. erschweren. Manchmal ist es sehr deutlich erkennbar, aber manchmal bleibt nach einem Einsatz nur ein komisches Gefühl bei uns zurück. So oder so stellt sich immer die Frage: Was tun?
 
In diesen Workshops möchten wir beleuchten, auf welche Weise Sprachmittlung und Diskriminierung miteinander zu tun haben und wie wir als Sprachmittler*innen damit umgehen können bzw. sollten.
 
Am ersten Tag (Workshop 1) widmen wir uns den Grundlagen:
- Wie erkennen wir, wann es sich um Diskriminierung handelt?
- Auf welche Weise sind Sprache, Macht und Diskriminierung miteinander verknüpft?
- Wo wird die Frage von Diskriminierung im Dolmetscheinsatz besonders relevant? Welche Dilemmata mit der eigenen Rolle können entstehen?
 
Um dorthin zu kommen, werden wir gemeinsam reflektieren, welche eigenen Annahmen wir mitbringen und wie wir damit bewusst umgehen können. Außerdem werden wir besprechen, aufgrund von welchen Merkmalen Menschen Diskriminierung erfahren, also welche Formen der Diskriminierung existieren. Wir werden dieses Wissen mit dem Thema Sprachmittlung verknüpfen und ein Verständnis erarbeiten, was diskriminierungssensibel Sprachmitteln bedeutet.
 
Beim Workshop 2 (zweiter Tag), der auf dem 1. aufbaut, vertiefen wir diese Grundlagen, indem sie auf die eigene Sprachmittlungspraxis angewendet werden und wir gemeinsam Handlungsoptionen erarbeiten:
- Wie verbinde ich Wissen über Diskriminierung mit Handeln in konkreten (Dolmetsch-)Situationen?
- Was kann ich tun, wenn ich Diskriminierung bezeuge und was, wenn ich selbst betroffen bin?
- Was bedeutet es praktisch diskriminierungssensibel zu dolmetschen und wie ist das mit den Prinzipien der Sprachmittlung zu vereinbaren?
 
Beide Workshops miteinander vermitteln sowohl wichtiges Grundlagenwissen zu Diskriminierung als auch Praxisübungen, was es heißt, diskriminierungssensibel zu dolmetschen.
 
Infos zu den Referentinnen:
Die Workshops werden geleitet von Ariana Savoji und Lena Jehle. Beide sind selbst in der Sprachmittlung aktiv, leiten Sprachmittlungs-Seminare, haben Sozialwissenschaften studiert und beschäftigen sich mit Diskriminierung und sozialer Gerechtigkeit.
 
Hinweis: Die Workshops sind als Paket konzipiert und bauen aufeinander auf. Sollte Ihnen die Teilnahme an beiden Workshoptagen nicht möglich sein, ist es auch möglich, nur an Tag 1 (Workshop 1) teilzunehmen. Eine Teilnahme nur an Tag 2 (Workshop 2) ist nicht möglich.
 
Diese Fortbildung ist kostenlos.
 
Anmeldefrist: Dienstag, 15.04.2025
 
Beginn der Veranstaltung: 24.04.2025 um 09:30 Uhr bis 25.04.2025 16:30 Uhr

Wo?
Hamburg-Mitte
Der genaue Veranstaltungsort wird nach bestätigter Anmeldung bekannt gegeben.


 


Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt.